1.mai vorbei

die bilanz vom ersten mai:

in 2 wunderbaren bündnissen waren wir auf legalen weg erfolgreich! mit MyGruni wurde ein autokorso zum grunewald durchgeklag! mit einem bündnis aus antifas, künstler*innen und kleinparteien konnten wir die rechtsoffene hygiene-demo vom rosa-luxemburg-platz vertreiben. leider gab es für diese spektakulären aktionen kaum presse. obwohl es mehr dezentrale aktionen hätte geben sollen, kam es für uns nicht in frage, sich 18:00 auf dem o-platz zu drängeln! infektionssicher und kooperativ haben wir in kürzester zeit und unter sich ständig ändernden bedingungen kreativen protest sichtbar gemacht! hier ein schönes video zum teilen! danke an alle, die mitgemacht oder zugekuckt haben
der mitschnitt vom live-stream wird noch zu einen best off zusammengefasst! stay tuned!

moria vergessen?!

nebenbei:

am rande unserer kundgebung auf dem rosa-luxemburg-platz am 1.mai wurde das team der heute-show brutal angegriffen. das ganze soll jetzt linken in die schuhe geschoben werden. das ist bullshit! völlig klar ist:

  1. um uns herum war alles voller nazis
  2. autonome lieben abdelkarim. er ist ein linker
  3. wir benutzen niemals totschläger!

    es kann aber sein, dass die cops uns immernoch nicht auseinander halten können.

the 50 shades of brown

unglaubliche szenen spielten sich gestern (25.04.2020) ab! ein breites bündnis von antifaschistisch eingestellten berliner gruppen versuchte, die querfront auf den rosa-luxemburg-platz zu stoppen. es war sehr schön, die bekannten gesichter nach langer zeit auf der kundgebung begrüßen zu dürfen. genau so traurig war es, bekannte gesichter auf der anderen seite zu sehen. gemeinsam mit den krassesten neonazis meditierten 300 leute auf dem rosa-luxemburg-platz und 300 hingen in der torstraße fest. sie haben zwar den platz bekommen, aber sie sind jetzt gespalten! danke an alle, die dabei waren – es war sehr schön, euch endlich wieder zu sehen! und auch ein dickes danke an alle, die solidarisch zuhause geblieben sind! wir geben hier kund, wenn wir uns entschieden haben, wie es weiter geht.

aufgrund der starken nachfrage ist hier nochmal das programm unserer audio-kundgebung (auchtung! die datei spielt sofort ab; sehr laut): https://vocaroo.com/4qaH5thgx7F
die beiträge richten sich eher an die teilnehmenden der „gegenseite“. die mucke ist vom quartiersmanagement grunewald, theaterX und bergpartei.

am ende der straße meditierte ken jebsen (kenfm) auf einem wohnmobil mit 300 follower – obwohl wir auf dem rlp zuerst angemeldet hatten! (foto bearbeitet, lizens cc 0)

die mieterpartei hat ein video gedreht!

hinter dem protest steht ein breites bündnis gegen den sog. „demokratischen widerstand“. wir riefen aber nicht explizit zur kundgebung auf, um keine weiteren massen-ansammlungen zu provozieren. siehe letzter beitrag:

VERSCHOBEN: 18:00 rosa-luxemburg-platz! 22.04.2020 (leider keine fahrradkette)

heute wollen wir eine fahrad-kette machen!
wegen corona ist keine menschenkette möglich 😉 um 17:00 bewegen wir uns von der karl-liebknecht-brücke vorm schloß zum karl-liebknecht-haus. wir wollen gegen das schloss protestieren, den rosa-luxemburg-platz symbolisch zurückerobern und der regierungspartei eine verordnung vorlegen, die besetzungen erlaubt. eine demo für alles! kommt mit rädern vorbei, haltet 2m abstand ein und seid schön totalvermummt! das wird die erste demo seit den ersten lockerungen!

hütten für alle!

streetart von B* – foto von maja hitji – idee von cät

An die Obrigkeit Berlins

Anfang letzter Woche bekamen alle registrierten sesshaften Haushalte einen Brief vom regierenden Bürgermeister: „Solidarität!“

Tatsächlich wurden sehr schnell Hotels für Obdachlose sowie Betroffene häuslicher Gewalt angemietet. Hilfsorganisationen und Frauenverbände hatten Alarm geschlagen. Das zeigt den guten Willen und die Handlungsfähigkeit des Senats! Die Angebote wurden dankend angenommen und sind nun ausgelastet – die Situation ist immernoch angespannt.
Wieviele Obdachlose es in Berlin gibt, ist sehr umstritten – aber jetzt, wo der normale Verkehr eingestellt wurde, fallen sie überall auf. Man vergisst gern die verdeckte Wohnungslosigkeit: Wie viele Menschen hangeln sich von Sofa zu Sofa oder erdulden missbräuchliche Partnerschaften, Wohngemeinschaften und Familienverhältnisse, weil sie nicht wissen, wohin?Eckard Baumann vom Straßenkinder e.V. rechnet zur Zeit fest damit, dass mehr Kinder aus der Enge der Familien flüchten werden.In kürzester Zeit haben extrem viele Menschen in Berlin ihren Job, Aufträge und Einkünfte verloren und können keine Miete mehr zahlen! Gleich am Anfang der Krise wurden in Berlin Zwangsräumungen ausgesetzt, was eine unglaubliche Erleichterung für viele ist. Aber wenn es kein Grundeinkommen, keinen Mietenstopp, Schuldenbremse oder Zahlungsstopp für Betriebskosten gibt, werden die Wohnungen nach den Maßnahmen geräumt. Eine Sicherheit gibt es nicht. Mietendeckel und Räumungsstopp waren mutig und sinnvoll, sind aber nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Zur Zeit scheinen schwerwiegende Eingriffe in das Private möglich. Warum sollte dies nicht auch für die Privatwirtschaft gelten?

Unsere besondere Sorge betrifft die Sammelunterkünfte von Geflüchteten in und außerhalb Deutschlands. Menschen in Massenunterkünften sind einer Seuche hilflos ausgeliefert. 40.000 Geflüchtete leben in Moria in überfüllten Lagern unter katastrophalen Bedingungen.

Aber es gibt eine einfache, pragmatische und logische Lösung!
Durch den Wegfall des Tourismus zeigen sich die Lücken im Wohnungsmarkt: AirBnb hat nach eigenen Angaben über 22.000 Privatunterkünfte, die in der Regel über dem Mietspiegel und am Mietendeckel vorbei dem Wohnungsmarkt entzogen wurden – 10.722 Wohnungen und 11.534 Zimmer – allein in Berlin im Angebot. Ungefähr 130000 Wohnungen stehen in Berlin leer. 150.346 Betten umfassen die Hotels!

Das ist doch ein Match!

Unbürokratisch, preisgünstig und flächendeckend kann Wohnraum mit sanitären Einrichtungen bereitgestellt werden. Diese Maßnahmen würden ausreichen, die um schnell und unkompliziert die Schwächsten der Schwachen vor Ansteckung zu schützen. Bevor weitere Zwangsmaßnahmen wie Enteignungen und Beschlagnahmungen ergriffen werden müssen, sollte der Weg der Selbstorganisation gewählt werden. 
Köln macht es vor!
In der Kölner Südstadt gibt es nun seit über einem Monat eine neue Besetzung. Das kann Berlin auch! Aktivist*innen der #besetzen-Kampagne haben vorvorletztes Wochenende bereits Wohungen für Wohnungslose erschlossen. Solche Aktionen schaffen Nutzen und richten keinen Schaden an. 

Wir schlagen Ihnen eine Verordnung vor, die Besetzungen für die Zeit der Pandemie legalisiert und die „Berliner Linie“ aussetzt.
Obdachlose, Geflüchtete, Betroffene häuslicher Gewalt, Psychiatrisierte, Verarmte und Ausgebüchste bekommen eine Chance. 

Link zur Verordnung, die in einer Telegramgruppe entstanden ist.
#reclaimrosaluxemburgplatz #AllenEinZuhause #besetzen

chronologie 2019

im turbolenten jahr 2019 begann die demo-saison schon im april mit einer fetten mieten-demo! zum ersten mai waren dann schon 7500 leute beim grunewald-spaziergang! unsere redebeiträge nochmal:

genial ist auch das video zur gala für den nächsten mai:

das parteienbündnis zur europawahl ist daran gescheitert, dass es noch keine %-hürde gab: alle kleinparteien witterten ihre letzte chance. wir versuchen es zur bundestagswahl nochmal!
dafür haben wir einen bundesverband der kleinparteien gegründet und eine petition gegen die %-hürde gestartet 🙂 süß oder?

die antifa-ist-liebe-demo in gedenken an die von nazis ermordeten brachte uns den ersten shitstorm ein (da, da und da) trotz des ordentlichen aufrufs und des super redebeitrags ! hier immerhin der fernsehbericht: :

dann haben wir noch die hu-präsidentin zum rücktritt aufgefordert, weil sie nicht rojava-solidarisch ist.

ja, so war das!
wir haben das stadtschloss noch nicht gesprengt und keine unzähligen unabhängig voneinander operierende postdigitale zellen gegründet.
jetzt, 2020 sind wir 15 jahre alt (quelle: wikipedia). und was haben wir aus unserem leben gemacht?
nichts!
wir haben die gemeinnützigkeit bekommen! 😀