

von pastor leumund und das beni (gastbeitrag, nicht im namen der ganzen partei)
europa nervt! schon wieder tun alle so, als würde die welt von ihrer stimmabgabe abhängen. wir treten nicht zu europawahlen an, aber kennen uns in der kleinparteien-szene gut aus. sorry, falls die folgenden urteile etwas arrogant klingen. wir wollen sagen: es ist ok, eine partei zu wählen, die keine chance hat. es ist besser als garnicht oder ungültig oder gar die falsche partei zu wählen!
viele denken taktisch, wollen das kleinste übel wählen, aber auch ihre stimme nicht an eine partei, die an der 5%- 3%- oder 0,6%- hürde scheitert „verschenken“. so funktioniert das aber nicht! ja, damit die afd nicht so viele prozente bekommt, müssen viele leute wählen. wahlboykott und ungültig wählen hilft da auf keinen fall. mit den großen „demokratischen“ parteien den rechtsruck verhindern zu wollen ist jedoch genau so schwachsinnig, wie mit den nazis für frieden und gegen „das system“ zu demonstrieren.
ist es dein interesse und auch deine meinung, dass die welt gerettet, kriege verhindert, armut beseitigt und solchen nazis der nährboden entzogen wird? dann ist doch die strategie völlig klar! kapitalismus, unser alles bestimmendes wirtschaftssystem, muss begraben werden. es gibt irgendwie nur wenige parteien, die diesen einfachen zusammenhang erkennen und zugeben. für folgende, eher liberale parteien können wir daher leider keine wahlempfehlung abgeben:
aus mangel an alternativen könnt ihr mit magenschmerzen eine der letzten drei parteien wählen.
oder die violetten die waren immerhin noch nie in einem parlament! auch die kleine tierschutzallianz verdient besondere beachtung!
antikapitalistische parteien gibt es aber auch:

kapitalismus lässt sich aber nicht einfach abwählen. weil alle, ausser ströbele und rosa luxemburg, die in die nähe der macht rücken von ihr korrumpiert werden – auch wir!
ewiges wirtschaftswachstum ist auf einem begrenzten planeten nur noch durch ausbeutung von 90 prozent aller menschen möglich. unser wertesystem liegt im fieber und ist nur noch durch künstliche ernährung am leben zu erhalten. konkurrenz als lebensinhalt hat dazu geführt, dass wir uns im takt von schlagzeilen gegenseitig sackgassenhauer in die seelen gröhlen. freier markt und wettbewerb haben lediglich die freiheit der wirtschaftsriesen gefördert, während sich das hamsterrad der normalsterblichen berufstätigen immer schneller dreht. trotzdem wird diese sackgasse weiter zur autobahn ausgebaut. an den universitäten wird das neoliberale wirtschaftssystem den kommenden generationen als einzig funktionierendes system eingehämmert. deshalb ist die nächste bankenrettung mit milliarden euro steuergeldern unvermeidbar. dem zum trotz soll der otto-normal-berliner weiterhin in einer realität leben, in der das ewige „wer-soll das bezahlen?“ -mantra das denken bestimmt und alle menschen mit ideen für ein nachhaltiges dasein wie vor 50 jahren als spinner und schmarotzer abgestempelt werden.
der markt ist ein irres, zwischen den menschen gewachsenes geflecht, das wir täglich reproduzieren.
es gilt verhaltensmuster-tapeten zu wechseln, alternatives wirtschaften auszuprobieren und sich in subversiven grüppchen einzufinden.
diese wahl gibt es eine absolute neuheit! die öffentlichen berichten dieses jahr nicht gehässig: https://www.tagesschau.de/europawahl/europawahl-kleine-parteien
und zum schluss noch ein besonder netzfund:
der „meinungsforschungs-experte“, den die ard in einem dunklen flur aufgetrieben hat, verrät das große geheimnis: was man oft sieht, das wird auch gewählt! komisch, dass damit nur die „die partei“ erklärt werden soll: Minute 5:15 in der mediathek

endspurt! heute (dienstag, 13.9.) veranstalten wir ab 20:00 noch einmal eine licht-kundgebung auf der frankfurter allee (höhe proskauer) wie hier in dem video von freitag:
https://vimeo.com/182251876
dann sammeln wir geld für die nächsten kranken aktionen. wer mal grade eine größere einzahlung zu verbuchen hatte, sollte einen teil in die ferne zukunft investieren. so haben wir uns das gedacht.
und zu guter letzt feiern wir das ende des diesjährigen wahlkampf mit einer dollen sause im crack bellmer. neben brennenden wahlkampfreden und gemeinsamen ergebnisse-mitfiebern ab 20:00 werden erlesene DJs spielen. je nach ergebnissen werden vielleicht sogar köpfe rollen! gratuit!cu! B!
die „heiße phase“ des wahlkampf hat begonnen. obwohl längst noch nicht alle unsere plakate an laternen hängen, zieht sich die bergpartei, die „überpartei“ erstmal -zb. an den rechner- zurück.
vor kurzem lief unser wahlspot auf dem rbb, in einem wahlwerbeblock mit dieser völlig gehypten neuen nazipartei. mensch kann sich vorstellen, wie erhellend und tröstlich unser süßer spot nach jenem „asylkritischen“ scheiß kam:
am 12.9.2016 wird das ganze um 19:56 auf rbb wiederholt.
wie gesagt: mitten drin geht uns die puste aus, dabei müsste parallel die bundestagwahl vorbereitet werden. uns fehlt es grade an motivierten leuten.
wir haben uns und unsere freunde restlos für die propaganda-machine verheizt:
zu einer richtigen wahlkampagne gehört eine straffe dramaturgie. aber es macht natürlich unseren charme aus, dass wir eben keine profis sind. wie sonst sollen wir glaubwürdig vermitteln, was wir vom parlamentaristischen spiel halten? während andere parteien jetzt sogar klinken putzen, leisten wir uns ein päuschen. das ist wahre souveränität! erhaben ist die „überpartei“ über alle notwendigkeit, dem überlebenskampf und jegwede sachzwänge! was wir alles in diese plakate investiert haben, die jetzt da rumliegen *pieks* *pieks* *pieks*
wartet auf ankündigungen oder schließt euch uns an!
3 stellungnahmen der bergpartei, die „überpartei“ zu dem konflikt in der rigaer94
zuerst von pastor leumund:
hallo reinickendorf, hallo dahlem, hallo baden-baden:
es ist überhaupt nicht gefährlich in friedrichshain und kreuzberg,
wir leben sehr gerne hier.
wir fühlen uns hier ausser von missbrauchten polizisten nicht bedroht.
ihr chef setzt auf die bewährte rechnung :
jeder neue henkelklopfer ergibt 10 brennende autos
jedes brennende auto ergibt bis zu 1000 wählerstimmen
das gefahrengebiet ist ein sicherheitssenator, der sich auf diese weise das amt des bürgermeisters von berlin erschleichen will.
konzentriert euch !
am 18. september henkel wegwählen – egal wie
an* (listenplatz 1 der AGH-bezirksliste) und das beni sagen einstimmig:
Das Wahlkampfthema haben wir uns nicht ausgesucht.
Als (Ex-)Besetzer*innen und Friedrichshainer Akteur_innen erklären wir uns selbstverständlich mit der Rigaer94 solidarisch, auch, aber nicht nur, weil die Polizei hier schon wieder CDU-Wahlkampf macht – auf Kosten der Friedrichshainer*innen. Wir erinnern uns: Zur letzten Berlinwahl 2011 wurden brennende Autos zum „Terrorakt“ erkoren um auf die linke Szene zu hetzen – unabhängig davon, warum letztendlich tatsächlich gezündelt wurde – mit dem Ziel, Antifaschist_innen und Freiraumaktivist_innen zu diskreditieren. Letzten Herbst gipfelte die Hetze in der Einrichtung einer sogenannten kriminalitätsbelasteten Zone ( = Gefahrengebiet) vor allem im Friedrichshainer Nordkiez rund um die Rigaer Straße, verbunden mit unzähligen willkürlichen Kontrollen und Provokationen durch die Berliner Polizei.
Seit mittlerweile über 2 Wochen herrscht nun noch krasserer Ausnahmezustand im „Wahlkampf- aka Gefahrengebiet“ rund um die Rigaer Str. 94.
Nach der illegalen Räumung der Erdgeschossräume ohne vorherige Ankündigung oder Gerichtsvollzieher_in wird nicht nur das 1990 besetzte (und Anfang der 90er durch den Abschluss von Mietverträgen mit der damaligen städtischen Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain legalisierte) Hinterhaus von einer Übermacht an Polizei belagert, sondern auch die Bewohner_innen des Vorderhauses sowie die umliegende Nachbarschaft.
Seitdem sind Provokationen, Durchsuchungen, Kontrollen und Schikanen bis hin zu Übergriffen auf Anwohner_innen und Besucher_innen traurige Tagesordnung. Dazu ein Innensenator der zum Wahlkampf frei dreht und so zum Sicherheitsrisiko für die Stadt wird, da er außer an sein Feindbild, den sogenannten Linksextremen – wir erinnern uns an die wissenschaftliche Unhaltbarkeit der „Extremismustheorie“ – keinen Gedanken mehr an seine sonstigen Aufgaben zu verschwenden scheint.
Nicht nur, dass sich diese Räumung einreiht in ein schon seit Jahren rauer werdendes gesellschaftliches Klima u.a. hervorgerufen durch steigende Mieten, Zwangsräumungen, neoliberalen Arbeitszwang und Wohnungsnot – sie scheint auch als Ventil für Politiker_innen verschiedener Couleur (von CDU über SPD bis hin zu Teilen der Grünen) zu dienen, noch vehementer gegen Selbstorganisierung, andere Lebensentwürfe und das vermeintliche Chaos der Anarchie zu hetzen.
Besonders perfide wirkte außerdem die vorgeschobene Begründung, die Räumung des Erdgeschosses der Rigaer94 würde zur Sanierung von Wohnungen für Geflüchtete dienen. Ein widerlicher Versuch, Kämpfe zu spalten und die Not von Geflüchteten gegen linke Freiräume auszuspielen – doch nicht mit uns!
Wir als Anarchist_innen haben Demokratie nämlich besser verstanden als die CDU. So erfordern die menschenwürdige Unterbringung und Unterstützung von vor Krieg, Gewalt, Armut und Verfolgung geflüchteter Menschen politische Lösungen, wie die Wiedereinführung des 1993 abgeschafften Grundrechts auf Asyl, die bedingungslose Abschaffung von Massenunterkünften und Residenzpflicht sowie die Gleichstellung unabhängig von Staatsangehörigkeit oder Herkunft.
Ebenso verlangen die Konflikte zwischen Hauseigentümer*innen, Besetzer_innen und Mieter*innen in dieser Stadt nach politischen Lösungen! Von der Abschaffung der Berliner Linie über die Enteignung von leerstehenden Luxusbauten bis hin zu einem Recht auf Wohnung (erfüllbar z.B. durch echten sozialen Wohnungsbau) können wir uns da so einiges vorstellen.
Hier ist genug Platz für Geflüchtete UND Freiräume!
Aber auch andere Frei- und Kulturräume sind bedroht. Beispielhaft seien hier nur die Friedel54, der Wagenplatz Kanal, das M99 und das RAW-Gelände genannt.
Solidarität mit den Bewohner_innen der Rigaer Straße 94, ihren rebellischen Nachbar_innen, Unterstützer_innen und allen von Räumung und Verdrängung bedrohten Mieter_innen und Freiräumen! Solidarität mit Geflüchteten und noch immer Fliehenden! Für offene Grenzen und offene Räume!
Wir, die Bergpartei, die Überpartei wünschen allen viel Ausdauer und Kraft!
hauke stiewe (direktkandidat wahlkreis 5 in friedrichshain-kreuzberg)
wir fordern, dass auch kleinen parteien wahlhelfer*innen in uniform beigestellt werden! das wäre demokratisch! zuerst reden ist zudem immer besser, als gleich stress anzufangen. kohlebriketts sind doch keine wurfgeschosse und konfetti ist kein chemischer kampfstoff! wie lächerlich! gleichzeitig mit dem „gefahrengebiet“ im nordkiez wünschen sich die türsteher*innen im raw im südkiez schon manchmal eine schnelle streife. aber pflichtbewusstsein und neutralität lässt die polizei in xhain völlig vermissen.
ich habe das haus anfang der 90er mitbesetzt und finde es nicht gut, dass es für die „antikapitalistische revolution“ sinnlos aufs spiel gesetzt wird. wir teilen dieses ziel, aber diesmal ist die strategie schlecht. die liebig14 hätte damals erhalten werden können anstatt sie selbstgerecht zu opfern. es ist leider nunmal so, dass es in ganz berlin keine besetzten häuser mehr gibt. trotzdem wird ein mythos beschworen und die alten feindbilder und reflexe noch immer gezeigt. das haus kann gekauft werden, der kampf um die kadterschmiede kann zusammen mit der mieter*innen-bewegung erstritten werden, anwohner*innen mögen mit einbezogen und nicht genervt werden… wir unterstützen die jetzigen versuche, den konflikt zu deeskalieren, nachdem wir nun auf der großen demo am 9.7. unsere entschlossenheit gezeigt haben. wir vermitteln gern.
die bergpartei, die „überpartei“ wünscht sich von denen, die zu recht unsere solidarität verlangen mehr fantasy im spiel von illegalität und gesetz.
hallo, hier bergpartei, die „überpartei“
wir sammeln zur zeit unterstützung-unterschriften, um zur berlinwahl am 18.september antreten zu dürfen. in friedrichshain-kreuzberg fehlen nur noch wenige, aber in neukölln, mitte und pankow sieht es nicht ganz so gut aus.
wenn du in neukölln wahlkreis 3 oder friedrichshain wahlkreis 2 wohnst, sag bitte bescheid! Wahlkreiskarten
am 18.juni veranstalten wir das kurzfilmfestival nodogma 2016 auf dem RAW-gelände im crack bellmer ab 17:00 und anschließend (22:00) eine soliparty für unseren wahlkampf. dabei treten folgende 3 kandidat*innen live auf:
danach platten von pdee (crack)
und damit niemand fragt, hier nochmal warum das alles 😉
chronik der vorläufer*innen-organisation
die bergpartei
B
Die Bergpartei ist eine Berliner Landespartei mit derzeit 291 Mitgliedern.
Sie wurde am 18.07.2005 im Berliner Palast der Republik gegründet, wurde 2005 nicht zur Bundestagswahl zugelassen, dafür 2006 zur Berlinwahl, an der sie in 4 Wahlkreisen mit Kandidaten für das Abgeordnetenhaus antrat.
In Friedrichshain (Wahlkreis 5) erhielt sie dabei 6,5 %. Zur Bundestagswahl 2005 wollte die Bergpartei mit einer Landesliste erstmals berlinweit
wählbar sein. Sie wurde jedoch nicht zur Wahl zugelassen, obwohl sie die erforderliche Anzahl an Unterstützungs-Unterschriften gesammelt hatte. Das gleiche Schicksal wiederholte sich zur Bundestagwahl 2009.
Die Bergpartei veranstaltet kulturelle Ereignisse und Informationsabende (z.B über das bedingungslose Grundeinkommen), unterstützt Demonstrationen und Veranstaltungen (z.B Demonstrationen gegen die A100), nimmt mit ihren Plakaten bei verschiedenen Berliner Volksentscheiden teil (z.B. Tempelhof und Mediaspree) oder stellt sich und ihre Anliegen bei verschiedenen Gelegenheiten in der Öffentlichkeit vor (z.B. Rede vor 2000 Zuschauern
während des taz-Kongresses im Haus der Kulturen der Welt am 18.4.2009).
Die Bergpartei ist verantwortlich für die jährliche Wasserschlacht auf der Oberbaumbrücke, in der sie mit tausenden Teilnehmern ihren Protest gegen die Zusammenlegung von Friedrichshain und Kreuzberg veranschaulicht.
Eine Vielzahl von Artikeln der Taz beschäftigten sich intensiv mit der Bergpartei. Auf der Webseite www.bergpartei.de wird ständig auf aktuelle Aktionen der Bergpartei hingewiesen und auf wichtige politische Entscheidungen und Veranstaltungen mit Schwerpunkt Berlin hingewiesen.


politica in kassel

Rede vor 2000 Zuschauern
während des taz-Kongresses im Haus der Kulturen der Welt am 18.4.2009

1.4. – Fusion von Bergpartei und „ÜberPartei“ zur Bergpartei, die „ÜberPartei“. Nach 3 Jahren Namensstreit gab die ÜPD wegen der anrückenden Berlin-Wahl endlich nach.
10.04. – Demonstration gegen Atomkraft vor japanischer Botschaft mit 70 TeilnehmerInnen
??? Wasserschlacht auf der Oberbaumbrücke mit der damal sehr angesagten Piratenpartei geplant, welche aber kurzfristig zurückzog. (weil sie auch schon damals sehr liberal war)
Wahlteilnahme an der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus.
wir, die bergpartei, haben uns darauf geeinigt, petitionen auf einer extra-seite -aber schon garnicht von change.org zu teilen und zu posten.keine petitionen mehr zu verbreiten. besonders nachdem campact und co. dazu aufgerufen haben, keine kleine parteien zu wählen. wir wollen zwar nicht gewählt werden, aber petitionen sind der gleiche quatsch. außerdem: change.org sind für ihren datenhandel bekannt. dennoch ist diese petition eine unterstützung für unserer genoss*innen in rojava, welche auch mit dem gedanken des öko-anarchismus spielen:
danke*
Das Leben geht weiter!
und in der Tat
sind alle,
die das Gegenteil behaupten könnten[toggle title=“:“]tot[/toggle]
besuch uns doch mal im internet!!
willst du wissen, wie unsere seite vor 9 jahren aussah, dann benutze die
ZEITMACHINE